Lavespreis

Preisverleihung des Lavespreises 2025

Mehr als 100 Einreichungen aus Universitäten und Hochschulen in ganz Niedersachsen sind zum Lavespreis 2025 eingegangen, am 22. Januar 2026 fand die feierliche Preisverleihung in Hannover statt.

Der Vorstandsvorsitzende der Lavesstiftung Robert Marlow und der Juryvorsitzende Prof. Dr. Volker Droste von der Jadehochschule Oldenburg überreichten den mit insgesamt 5.000 € dotierten Lavespreis. Die Jury hatte zwei gleichwertige Arbeiten, jeweils von Studierenden der TU Braunschweig, mit dem ersten Preis prämiert.

„Der Zuspruch zu diesem Preis und das Niveau der eingereichten Arbeiten sind wirklich begeisternd“, lobte Jury-Vorsitzender Prof. Dr. Volker Droste die hohe Qualität der eingereichten Studierendenprojekte. Im Mittelpunkt der insgesamt über 100 aus sämtlichen Fachrichtungen und allen Winkeln Niedersachsens eingereichten Arbeiten stand erneut das Bauen im Bestand, aber auch die Nachhaltigkeit, Nachverdichtung, Aufwertung von Landschaftsräumen oder die Weiternutzung, Umnutzung, Wiederwendung von Bauteilen, eine nachhaltige Materialwahl oder auch soziale Fragestellungen zum qualitätsvollen Zusammenleben in Stadt und Region wurden auf ganz unterschiedliche Weise bearbeitet. „Besonders die hohe Themenvielfalt und der zunehmende Fokus auf die gesellschaftliche Verantwortung des Berufsstandes waren auffällig. Wie wollen wir zukünftig miteinander leben und wie muss dafür gebaut werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich viele Arbeiten in diesem Jahr“, freute sich Stiftungsvorsitzender Robert Marlow. 

Die Preisträgerinnen und Preisträger sowie alle Anerkennungen in der Übersicht:

1. Preis, 1.500€

  • Laura Leinert
    Technische Universität Braunschweig
    „Nächster Halt: Roddenkoppel“

1. Preis, 1.500€

  • Milena Marie-Antoinette Nitsche
    Technische Universität Braunschweig
    „GJENOPPLIVE SMELTEVERKET – Zwischen Tourismus & Industrie – Transformation des Schwerindustrie-Standorts Odda“

2. Preis, 1.000€

  • Friedrich Wacker
    Leibniz Universität Hannover
    „Dove si spacca il calcare, cresce il timo“

3. Preis, 500€

  • Daniel Afriyie Owusu und Paul Gumpricht
    Leibniz Universität Hannover
    „Future5

Sonderpreis, 500€

  • Ole Frieling und Gujejiani Ketevan
    Technische Universität Braunschweig
    „reziproof


Anerkennungen

  • Leon Krug und Luzia Gödde
    Technische Universität Braunschweig
    „codename BALDRIAN | Wiener Werkstätten 2.0“

  • Ole Brederlau
    Leibniz Universität Hannover
    „Comeback Kornmühle – Die Entstehung einer RegioStadt“

  • Alexandra Dücker und Robert Sievert
    Technische Universität Braunschweig
    „PostPost – Frankfurt am Main“ 

  • Charlotte Schröder
    Leibniz Universität Hannover
    „Understanding city?“

  • Sandra Kunert und Pia Jansen
    Jade Hochschule, Oldenburg
    „Schwebende Höfe – Urbane Baulücke in Berlin-Neukölln“ 

  • Leon Kremer
    Technische Universität Braunschweig
    „Stadtbaustein Kleingarten, Das Urbane Dorf“ 

  • Tim Böttcher
    hochschule 21, Buxtehude
    „Revitalisierung Kallmorgen-Pavillons“

  • Julius Brandis
    Technische Universität Braunschweig
    „Wohnen en bloc“ 

  • Anna-Lena Abheiden, Jann-Theo Dirksen und Kathleen Behrens
    Jade Hochschule, Oldenburg
    „TCA – ein Ausbildungszentrum für Accra, Ghana“ 

 

 

Fotos der Preisverleihung: © Iris Klöpper

Lavesstiftung fördert den beruflichen Nachwuchs mit einem Studierendenpreis

Die Lavesstiftung lobt jährlich den mit 5.000 EUR dotierten Lavespreis aus. Damit möchte die Lavesstiftung mit Studierenden, Absolvent*innen, Lehrenden und der Öffentlichkeit in einen Dialog treten und das Verständnis dafür schärfen, dass die berufliche Tätigkeit von Architekt*innen, Landschaftsarchitekt*innen, Innenarchitekt*innen und Stadtplaner*innen weit über das eigentliche Entwerfen hinausgeht. Denn nicht nur qualitätvolle Realisierungen, auch Entwurfsqualitäten selbst entstehen gerade durch die Wechselwirkung mit Überlegungen zu Gesellschaft und Gemeinschaft, Kontextuellem wie der Nachhaltigkeit, Materialgerechtigkeit oder konstruktiver Logik. Dabei kann es sich um Arbeiten aus den Bereichen Hochbau, Stadtplanung, Freianlagengestaltung, Innenausbau oder auch Möbelbau handeln.

Mit dem Lavespreis werden Arbeiten aus dem Studium ausgezeichnet, die sich der ganzheitlich-komplexen Qualität des Entwurfs widmen und dabei Gedanken zur Nachhaltigkeit berücksichtigen. Erwartet wird eine über den Gesamtentwurf hinausgehende, besondere Vertiefung der Planung. Diese soll innovative konzeptionelle, gestalterische, konstruktive, materialgerechte und technische Lösungen aufzeigen, die von städtebaulicher Ebene bis ins Detail reichen können. Ob Bauteilanschlüsse, Materialien oder räumliche Qualitäten: unter dem Schlagwort der Nachhaltigkeit bekommt die detaillierte Ausgestaltung eines Entwurfs eine ganz neue Aktualität, an der kein zukünftiger Architekt und keine zukünftige Architektin aus den vier Fachrichtungen vorbeikommt.