Planung für Kulturzentrum in Buenos Aires gewinnt den Lavespreis 2019

Preisträger Fabian Wennig von der Leibniz Universität Hannover. Foto: Ringlebe

Die Lavesstiftung verlieh am 28. November 2019 den Lavespreis an den beruflichen Nachwuchs der Architektinnen und Architekten und zeichnete auch die beste niedersächsische Hochschule aus. - Am 28. November 2019 verlieh die Lavesstiftung in Hannover den diesjährigen Lavespreis. 1.500 € für den ersten Preis gingen an Fabian Wennig von der Leibniz Universität Hannover für sein „Centro Creativo Once – ein Kulturzentrum in Buenos Aires“. Durch die präzise Anordnung von drei gut proportionierten Höfen im Inneren werde das Kulturzentrum gekonnt mit den angrenzenden Straßen vernetzt, urteilte die achtköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Zvonko Turkali von der Leibniz Universität Hannover. Spannende Blickbezüge bei guter Orientierung und vielfältige Raumangebote würden sein architektonisches Konzept stärken. Fabian Wennig stellte seinen Entwurf am 28. November 2019 im Laveshaus vor.

Wolfgang Schneider, Vorsitzender der Lavesstiftung, machte deutlich, dass die Studierenden der niedersächsischen Universitäten und Hochschulen sich mit spannenden und anspruchsvollen Aufgabenstellungen beschäftigten und qualitätvolle und beeindruckende Arbeiten schafften.

Aufgrund der starken Leistungen entschloss sich die Jury in diesem Jahr dazu, von der üblichen Preisverteilung abzuweichen und mehr Preise zu vergeben. 12 Arbeiten wurden in diesem Jahr ausgezeichnet, darunter gab es vier Preise und einen Sonderpreis. Sie alle wecken die Lust am Entwerfen bis ins Detail.

Als beste Hochschule erhielt die Leibniz Universität Hannover eine Belobigung über 1.700,- Euro.

Preise

  • 1. Preis: Fabian Wenning, Leibniz Univ. Hannover, 1.500,- Euro
  • 2. Preis: Jan Wilmer, Leibniz Univ. Hannover, 1.000,- Euro
  • 3. Preis: Quang Minh Huynh, Leibniz Univ. Hannover, 500,- Euro
  • 4. Preis: Ansgar Kellner, TU Braunschweig, 300,- Euro

Anerkennungen

  • Fabian Frank Schwindling, TU Braunschweig
  • Jan Philipp Krüger, Leibniz Univ. Hannover
  • Maher Daboul, Leibniz Univ. Hannover
  • Niklas Kühlenborg, Lina Reulecke, Josefine Albach, Sarah Brandtner, Fabian Dollwet, Felix Fritz, Emil Georgiev, Benjamin Grudzinski, Hussein Kelani, Hana Lotzer, Alexander Mihatsch, Mimke Rohden, Benedikt Schlund, Linnea Schroerschwarz, Carla Schumann, Marleen Stemwedel, Kilian Sterling, Ture Stockter (18 Verfasser), Leibniz Univ. Hannover
  • Laura Alena Bernhards, HAWK
  • Antonia Haffner, Leibniz Univ. Hannover
  • Nils Opgenorth, Leibniz Univ. Hannover

Sonderpreis

  • Jes Hansen, Leibniz Univ. Hannover

Lavespreis

Die Lavesstiftung möchte bei Studierenden, Lehrenden und in der Öffentlichkeit das Verständnis dafür schärfen, dass die berufliche Tätigkeit von Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten weit über das Entwerfen hinausgeht. Denn nicht nur qualitätsvolle Realisierungen, auch Entwurfsqualitäten selbst entstehen erst durch die Wechselwirkung mit Überlegungen etwa zur Materialgerechtigkeit und konstruktiven Logik.

Mit dem Lavespreis werden Arbeiten ausgezeichnet, die sich der ganzheitlich-komplexen Qualität des Entwurfs widmen und auch technisch-konstruktive Aspekte der Umsetzung berücksichtigen. Dies können Studienarbeiten der Bereiche Hochbau, Möbelbau, Innenausbau sowie Freianlagengestaltung sein. Erwartet wird eine über den Gesamtentwurf hinausgehende, exzellente Vertiefung der Planung.

nachhaltig entwerfen  I  detailliert planen

Besondere oder komplexe Bauaufgaben wie Flughafen- und Museumsentwürfe zu bearbeiten, an die gestalterischen und konstruktiven Grenzen zu gehen oder auch Visionen zu entwickeln, das alles ist fester Bestandteil eines Studiums und bereitet auf den Beruf vor. Für die spätere Berufspraxis und den beruflichen Erfolg kommt es aber genauso darauf an, realitätsbezogen und zielgerichtet an Planungsaufgaben heranzugehen und diese konstruktiv durcharbeiten zu können. Denn nur so lassen sich die Gestaltungsideen auf der Baustelle auch gelungen umsetzen. Dieses Entwerfen bis ins technisch-konstruktive Detail ist anspruchsvoll, insbesondere wenn gute neue Architektur entstehen soll. Ob Bauteilanschlüsse, Materialien oder räumliche Qualitäten: unter dem Schlagwort der Nachhaltigkeit bekommt die detaillierte Ausgestaltung eines Entwurfs eine ganz neue Aktualität, an der kein zukünftiger Architekt vorbeikommt.

Die Lavesstiftung lobt daher jedes Jahr den mit 5.000 EUR dotierten Lavespreis aus. Ausgezeichnet werden Arbeiten mit hoher entwurflicher Qualität und hervorragenden Detaillösungen, die auch dem Aspekt der Nachhaltigkeit gerecht werden. Teilnahmeberechtigt sind alle Studierenden der Architektur, Innenarchitektur und Landschaftsarchitektur an niedersächsischen Universitäten und Fachhochschulen.